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Wanderung nach Syrakus

Meine Wanderung nach Syrakus begann im Jahre 1995.

Mein Schulkamerad Winald war mit seinen beiden Wanderfreunden Hermann und Ralph auf dem Fernwanderweg E1 von Flensburg nach Genua in Frankfurt angekommen und sie starteten hier die Jahresetappe nach Pforzheim.

Ich absolvierte mit ihnen das klassische Frankfurter Besucher Programm: Römer mit Kaisersaal, Dom, Paulskirche, Main und Apfelwein und nahm ihnen nach dem dritten Bembel das Versprechen ab, die nächste Jahresetappe von Pforzheim zum Feldberg im Schwarzwald mitwandern zu dürfen.

Die drei kannten sich aus alten Pfadpfindertagen und waren schon gut und gerne 30 Jahre zusammen gewandert. Sie hatten sich den E1 von Flensburg nach Genua vorgenommen in Jahresetappen von 8 Tagen.

Ich hatte meine Wanderungen 1978 nach einer wunderbaren Wanderung auf dem Tauernhöhenweg von Radstadt nach Schladming beendet, weil mein Wanderfreund Steven sich nach Ausstralien abgesetzt hatte und ich keine Mitwanderer mehr fand.

Inzwischen bin ich bis zum Golf von Gaeta gekommen und werde in diesem Jahr bis nach Neapel weiterwandern. Dann auf Seumes Spuren in einer Jahresetappe von Palermo nach Agrigent und die letzten 250 Km von Agrigent nach Syrakus in zwei weiteren Jahresetappen. Ich glaub`s kaum. 1995 vorgenommen und 2016 werde ich in Syrakus sein.

Mit der Wanderung durch Sizilien ist es bis dato nichts geworden.

Im letzten Jahr habe ich mich der Gruppo dei Dodici angeschlossen und wir sind in 14 Etappen von Teano nach Rom gewandert. 18 WanderInnen, 7 Nationalitäten. Wunderbar!

Die Gruppo dei Dodici macht diese Wanderung jedes Jahr im April. Unterkunft, Verpflegung und Gepäcktransport sind organisiert. Es gibt für jede Tagesetappe örtliche Führer. Der Weg führt entlang der Via Appia Antica. Es wird mit viel Engagement der Aufbau einer Alternative zum Jakobsweg betrieben: VIA FRANCIGENA DEL SUD. Die treibende Kraft ist Alberto Alberti. Ein wunderbarer Mensch. Interessenten können sich unter www.romaefrancigena.eu informieren und sich zum Mitwandern eintragen. Wir haben sicherlich keine einzige Kirche auf den 220 Kilometern ausgelassen und bei der Generalaudienz mit "unserem" inzwischen Expabst habe selbst ich unser Wanderlied "Roma e nobile" mit Inbrunst gesungen.

Nach den Wanderungen mit der GRUPPO DEI DODICI haben wir eine eigene Gruppe gebildet. Wir sind jetzt 7 Nationalitäten und mit ca. 20 Wanderer*innen. Gewandert sind wir jetzt zusammen in Südtirol, von Reschen zum Kalterer See auf der Via Claudia Augusta, in England von Holy Island nach Hexham auf dem St. Oswalds Way, in Polen von Spala über Czestochowa nach Krakau asuf der VIA JASNA, in 2019 in Österreich im Salzkammergut vom Wolfgangsee zum Hallstätter See.

In 2020 haben/hatten (?) wir die Wanderung in kärntener Seeengebiet geplant. Wir hoffen Covid-19 lässt und wandern.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 12. Mai 2020 14:38